Die  PSG

 

Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg wurde 1947 als Verband der katholischen Pfadfinderinnen der Bundesrepublik Deutschland gegründet.

Sie ist offen für alle, die ihre Ziele bejahen und bereit sind an ihrer Verwirklichung mitzuarbeiten. Grundlage ihrer Arbeit ist die Botschaft Jesu. Die PSG möchte ihren Mitgliedern den Zugang zu dieser Botschaft erschließen und gemeinsam mit ihnen nach Wegen suchen, diese Botschaft zu verwirklichen.

 

 

Die Entstehung der Pfadfinderinnen in St. Wolfgang

 

Aus den Erinnerungen von Irmgard Sporer (geb. Riebel):

"Der erste Kontakt mit dem damaligen Bundeskurat, Pater Willibald Mathäser, wurde am 2. Mai 1948 von mir aufgenommen. Nach etlichen Fahrten, Gespärchen und Besuchen in der Bundesleitung in St. Bonifaz, München, bildete sich langsam aber sicher im Sommer 1948 die erste Pfadfinderinnengruppe in St. Wolfgang. Unter Leitung von Irmgard Sporer (geb. Riebel) wachsen die Mädchen zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Bereits am 25. September legte die erste Pfadigruppe bei der damaligen Bundesmeisterin Resi Bayer in Regensburg im Königswiesener Park das Versprechen ab. 1949 wird unter Leitung von Hannelore Neuner (geb. Winter) die erste Wichtelgruppe gegründet. Und nun wachsen und gedeihen die Pfadigruppen. Sie sind ein fester Bestandteil in der Pfarrei und es entsteht ein gesunder Wettstreit zwischen Pfarrjugend und Pfadfinderinnen."


Im Gegensatz zur Einberufung der ersten Pfadfinderinnengruppe von Frau Sporer (geb.Riebel) im Jahre 1948 findet sich das "offizielle" Datum der Stammesgründung in St. Wolfgang im Jahre 1954. Dieser Eintrag im matrikelbuch des Bischöflichen Ordinariats und damit die öffentliche Anerkennung der PSG differiert leider um Jahre, dient aber als Grundlage unseres 50-jährigen Jubiläums im Jahr 2004.

 

 

Die Entstehung des Pfadfindertums

 

Robert Baden Powell wurde am 22. Februar 1857 in London geboren. Mit 17 Jahren trat er in die Armee ein und beschloss bei seiner Rückkehr nach England, ein Buch über das "Pfadfinden" zu schreiben, wie er es mit seinen Patrouillen erprobt hatte. Um seine Ideen auszuprobieren, veranstaltete er 1907 mit großen Erfolg ein Zeltlager. Nach dder Veröffentlichung des Buches wollten viele Jungen Pfadfinder werden. B.P. organisierte ein Treffen in London, und zur Überraschung aller kam auch eine Mädchengruppe - die ersten Pfadfinderinnen. Die stürmische Entwicklung der Pfadfinderbewegung war nicht mehr aufzuhalten.

 

 

Die Entstehung der Pfadfinderinnen

 

Nachdem immer mehr Mädchen Pfadfinderinnengruppen gründeten, gab B.P. ihnen den Namen "Girl Guides" und übergab deren Leitung seiner Schwester. Seine Frau Olave übernahm schließlich deren Führung und erhielt dafür 1930 den Titel "World Chief Guide". Für sie gab es keine Schranken von Herkunft, Religion, sozialen Unterschieden, Bildung und Alter. Sie begann ihr Werk mit und für die Jugend aus Liebe zu ihrem Mann und sie setzte es fort, um ihre spontane, praktische Liebe im Dienst - besonders an den Mädchen der ganzen Welt- ihr Leben hindurch zu verschenken.